Eat Intelligent

Genießen in Maßen statt in Massen

Der Arzt Paracelsus prägte einst die Weisheit „Allein die Dosis macht das Gift“. Zucker sind in Maßen genossen wichtige Energielieferanten, die vor einer Unterzuckerung bewahren und die Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Muskeln erhalten. Im Übermaß konsumiert, belasten diese jedoch den Stoffwechsel und können zur Entwicklung verschiedener Erkrankungen beitragen. Intelligent genießen bedeutet folglich, Zucker maßvoll zu genießen.

Im Durchschnitt verzehrt jeder von uns jährlich etwa 35 kg Zucker. Das entspricht umgerechnet etwa 95 g Zucker bzw. 32 Stück Würfelzucker pro Tag. Für den Körper bedeutet das eine deutliche Belastung. Geht es nach der Weltgesundheitsorganisation WHO sollten nur maximal 10% unserer täglichen Energiezufuhr aus einfachen Zuckern wie Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker stammen1. Für eine durchschnittliche Frau wären dies pro Tag nur etwa 50 g Zucker bzw. 17 Stück Würfelzucker – also lediglich knapp die Hälfte unseres derzeitigen Verzehrs.

Tatsächlich stammt nur ein geringer Teil des Zuckers, den wir zu uns nehmen, aus der Zuckerdose oder dem Honigglas und wurde von uns ganz bewusst verwendet. Einem großen Teil unserer Zuckeraufnahme sind wir uns kaum bewusst. Dieser stammt aus natürlichen Quellen wie Obst oder Fruchtsaft, vor allem aber aus vorgefertigten Lebensmitteln wie Fruchtjoghurt, Tomatenketschup, Müsli oder Konserven.

Intelligent genießen bedeutet folglich auch, Zucker überlegt zu verwenden. Dies gelingt am besten mit einem weitgehenden Verzicht auf vorgefertigte Lebensmittel mit hohem oder unnötigem Zuckerzusatz wie Fruchtquark, Cappuccinopulver und Frühstückflakes. So lässt sich eine unbewusst hohe Zuckeraufnahme vermeiden. Wer stattdessen vorwiegend frische, zuckerfreie bzw. zuckerarme Zutaten verwendet und Zuckerquellen ganz bewusst einsetzt, behält die Kontrolle, wann und wie viel Zucker er isst.

Bewusster Genuss mit intelligenten Zuckern

Intelligente Zucker wie Galactose, Isomaltulose, Tagatose und Trehalose sowie intelligente Zuckeraustauschstoffe wie Erythritol ermöglichen auf natürliche Weise einen gesundheitsschonenderen Genuss von süßen Speisen und Getränken. Die natürlichen Zucker Galactose, Isomaltulose und Trehalose tragen wie klassische Zuckerarten zur Energiebereitstellung bei, ohne dabei jedoch den Blutzuckerspiegel drastisch zu erhöhen. Sie erhalten damit die Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Muskeln, ohne den Stoffwechsel in einem vergleichbaren Ausmaß zu belasten. Der kalorienarme Zucker Tagatose sowie der kalorienfreie Zuckeraustauschstoff Erythritol verleihen eine natürliche Süße ohne sich spürbar auf den Blutzuckerspiegel auszuwirken.

Durch teilweisen oder völligen Austausch von herkömmlichen Zuckern gegen intelligente Zucker lassen sich Speisen oder Getränke zubereiten, die dem Körper auf schonende Weise Energie zuführen oder einen kalorienärmeren Genuss versprechen. Durch geschickte Kombination dieser besonderen Zuckerarten lassen sich deren positiven Eigenschaften auch nach Belieben verknüpfen.


Quellen

  1. WHO (2015): Guideline. Geneva: World Health Organization (Nonserial Publications).
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